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Bekanntgabe des Kataloges „Präkolumbisches Gold“

Die Sonderausstellung des Fabergé Museums „Präkolumbisches Gold" ist nun fast vier Monate geöffnet.  Über 2500 Besucher haben die Gold- und Steinobjekte mit großem Interesse bewundert. Es ist interessant, dass es in der heutigen Zeit in Europa nicht viele ständige Ausstellungen gibt, die die Vielfalt an Kunstobjekten der präkolumbischen Indianer präsentieren. Das Interesse an dieser Kunst war immer groß in Europa.

Die erste Ausstellung der Gegenstände aus Gold, die von den Spaniern in Mittelamerika entwendet und über den Ozean in den Palast des spanischen Monarchen Kaiser Karl V. gebracht worden waren, fand schon zu Zeiten der Conquista statt. Ein damaliger Zeitzeuge, und es war kein geringerer als Albrecht Dürer, der selbst ursprünglich ein ausgebildeter Goldschmied war, hielt sich 1520 in Brüssel auf. Dort eröffnete Karl V. gerade die erste mexikanische Kunstausstellung noch während der Eroberung des Aztekenreiches durch Hernan Cortés. Albrecht Dürer war so begeistert von den herrlichen Goldschmiedearbeiten, dass er in seinen Aufzeichnungen niederschrieb:

"Ich sah die Dinge, die dem König aus dem neuen Goldland gebracht worden waren: Eine Sonne ganz aus Gold, einen ganzen Klafter breit. Ebenso einen Mond ganz aus Silber und genau so groß. Desgleichen allerlei Kuriositäten von ihren Waffen, Rüstungen und Geschossen, alles schöner anzusehen als manche Wunder. Diese Dinger waren so kostbar, dass man ihren Wert auf 100.000 Gulden schätzte. Ich habe in meinen ganzen Leben nichts gesehen, was mein Herz so erfreute wie diese Dinge. Denn ich sah dabei erstaunliche künstlerische Gegenstände und ich wunderte mich über die feine Erfindungsgabe der Menschen in diesen entfernten Ländern. Ja ich kann nicht genug Lobendes über die Dinge sagen, die ich vor mir hatte."

Das Fabergé Museum bereitet zusammen mit dem Russischen Nationalmuseum in Moskau eine Ausgabe des Ausstellungskataloges vor, der zusammen mit begleitendem Text ein wissenschaftliches literaturhistorisches Essay mit umfassender Beschreibung der Geschichte über Entwicklung und Untergang der Zivilisationen von Azteken, Inkas und Mayas darstellen wird.

Das Buch wird in drei Sprachen veröffentlicht: Deutsch, Russisch und Englisch. Erscheinungstermin -  Spätherbst 2011.

Anfragen nach Veröffentlichung  werden bei dem Museumskiosk oder durch Website entgegengenommen.

2011-10-01
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